Häufige Fragen zur Einspeisung von Strom

    • Einspeisung - Allgemeines
    • Wie melde ich meine Fotovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur an?

      • Im Internet unter www.bundesnetzagentur.de stellt die Bundesnetzagentur ein „PV-Meldeportal“ zur Verfügung, über das Sie Ihre Fotovoltaikanlage anmelden können. Danach sendet Ihnen die Bundesnetzagentur per E-Mail die Registrierungsbestätigung zu. In Ausnahmefällen, z.B. wenn Sie keinen Internetanschluss haben, können Sie bei der Bundesnetzagentur ein Formular zur Anmeldung der Anlage anfordern, das Ihnen dann per Post zugesendet wird.
        Eine Kopie der Registrierungsbestätigung von der Bundesnetzagentur senden Sie bitte umgehend an die DREWAG NETZ GmbH, da sich sonst gem. § 25 Abs. 1 Nr. 1 EEG der anzulegende Wert auf null verringert.

    • Wann wird welcher Vertrag für die Einspeisung elektrischer Energie abgeschlossen?

      • Die DREWAG NETZ GmbH wird anhand der eingereichten Unterlagen des Anlagenbetreibers prüfen, ob die Vergütungsvoraussetzungen erfüllt sind und dem Anlagenbetreiber ein entsprechendes Vertragsangebot über die Einspeisung elektrischer Energie nach Inbetriebnahme der Anlage zukommen lassen. Dieser Vertrag regelt zusätzlich zum Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) den Ort der Energieübergabe, die Einhaltung von technischen Vorschriften und Regeln, den Messstellenbetrieb, die Messung, sowie Abrechnung und Vergütungsvoraussetzungen. Weitere Informationen über den Ablauf und wie es zu einem Vertragsangebot der DREWAG NETZ GmbH kommt, erfahren Sie in der Kategorie Netzanschluss unter Erzeugungsanlagen.

    • Wie legt die DREWAG NETZ GmbH die Höhe des erstmaligen Abschlags für Stromeinspeisung einer Fotovoltaikanlage fest?

      • Die Höhe des Abschlags ermittelt die DREWAG NETZ GmbH anhand geschätzter Strommengen sowie des jeweiligen geltenden Förderungsanspruches. Im Rahmen des Vertragsabschlusses und der Erfassung anlagenspezifischer Daten werden Sie von der DREWAG NETZ GmbH gebeten, eine Einschätzung der Gesamtmenge an erzeugtem Strom durch Ihre Fotovoltaikanlage, der davon in das Netz der DREWAG NETZ GmbH eingespeisten Strommenge und der ggf. in Ihrer Kundenanlage eigenverbrauchten Strommenge abzugeben. Teilen Sie uns keine Schätzung der genannten Strommengen mit, legen wir diese für die Ermittlung der Abschlagshöhe selbst fest.

    • Wann erfolgt die erste Abschlagszahlung bzw. die jährliche Vergütungsabrechnung?

      • Bitte entnehmen Sie dem „Ablauf von Anträgen für Erzeugungsanlagen“ auf unserer Website unter www.drewag-netz.de/de/Netzanschluss/Allgemeines/Erzeugungsanlagen.html, welche Vergütungsvoraussetzungen zu erfüllen sind, bevor der erste Abschlag von uns gezahlt werden kann. DREWAG NETZ GmbH erstellt jeweils nach Ablauf eines Kalenderjahres unter Berücksichtigung bereits unterjährig gezahlter Abschläge eine Jahresendabrechnung.

    • Warum wird bei meiner Fotovoltaikanlage bei kompletter Direkteinspeisung in das Netz der DREWAG ein Bezug gemessen und zur Abrechnung gebracht?

      • Die Wechselrichter nutzen zum Teil den durch die Fotovoltaikanlage erzeugten Strom, benötigen ggf. aber auch Energie aus dem Verteilnetz. Der durch die Wechselrichter bezogene Strom aus dem Verteilungsnetz wird über einen Bezugszähler gemessen und von Ihrem Stromlieferanten abgerechnet.

    • Warum kann die Stromeinspeisung mit der Stromlieferung nicht verrechnet werden?

      • Die Vergütung für Ihre Stromeinspeisung erhalten Sie von der DREWAG NETZ GmbH. Das Entgelt für Ihren Strombezug hingegen zahlen Sie an Ihren Energieversorger (Stromlieferanten).

    • Warum muss ich der DREWAG NETZ GmbH meine Steuernummer mitteilen?

      • Die DREWAG NETZ GmbH zahlt Ihnen die Vergütung in Form einer Gutschrift aus. Bei diesem Verfahren sind die gleichen steuerrechtlichen Regelungen zu beachten wie bei einer Rechnungsstellung.

    • Haben Sie Fragen zum Thema Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung?

      • DREWAG NETZ GmbH zahlt dem Einspeiser zusätzlich zur Einspeisevergütung die hierauf entfallende Umsatzsteuer, wenn der Einspeiser schriftlich erklärt, dass er als Unternehmer umsatzsteuerpflichtig ist. Zur Klärung von weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Finanzamt oder Ihren Steuerberater.

    • Wie melde ich meine Einspeiseanlage zur Direktvermarktung an, ab oder um?

      • Gemäß der Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur (BK6-12-153) Anlage 2 ist für den Zeitraum vom 19.11.2012 bis einschließlich 30.09.2013 für die An- / Ab- und Ummeldung aller Einspeiseanlagen zu Lieferanten und zu Bilanzkreisen das über die Homepage der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) elektronisch abrufbare Formular zu verwenden. Die Übermittlung des Formulars an die DREWAG NETZ GmbH hat elektronisch per E-Mail und im Format XLS an die E-Mail-Adresse netzbetreiber@drewag-netz.de zu erfolgen. Der Betreff der E-Mail ist mit „Einspeisermeldung“ zu bezeichnen. Das Meldeformular muss spätestens 1 Monat vor dem gewünschten Inkrafttreten der Meldung (zum Monatswechsel) bei der DREWAG NETZ GmbH eingehen. Da das Formular der Bundesnetzagentur Datum, Stempel und Unterschrift des Anlagenbetreibers bzw. des Bevollmächtigten fordert, ist das Dokument außerdem von Vorgenannten ausgefüllt auszudrucken, zu unterzeichnen, einzuscannen und ebenfalls an die Mail-Adresse netzbetreiber@drewag-netz.de zu senden. Die DREWAG NETZ GmbH hat innerhalb von 8 Werktagen die Meldung dem Meldungsabsender zu beantworten. Hierzu wird von der DREWAG NETZ GmbH in der übersandten XLS-Datei die Antwort eingetragen und elektronisch an den Meldungsabsender per E-Mail zurückgesendet.

    • Einspeisemanagement
    • Welche Anlagen sind vom Einspeisemanagement betroffen?

      • Betroffen sind derzeit alle Einspeiseanlagen mit einer installierten Leistung größer 100 kW (§ 9 Abs. 1 EEG 2014).

    • Welches sind die gesetzlichen Grundlagen für den Einsatz des Einspeisemanagements?

      • Es gibt zwei verschiedene Grundlagen zur Regelung von Anlagen:

        1.Gemäß §13 (2) EnWG "Systemverantwortung der Betreiber von Übertragungsnetzen" ist der Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet, u. a. die Stromeinspeisung aufgrund einer Gefährdung oder Störung anzupassen oder diese Anpassung zu verlangen. Dieses "Verlangen einer Anpassung" ist eine Aufforderung zum abregeln der Einspeiseleistung. Nach Absatz 4 ist eine Haftung für die Vermögensschäden ausgeschlossen. Es besteht somit kein Entschädigungsanspruch.

        Maßnahmen nach §13 EnWG sind Wartung, Instandhaltung und Reparatur bestehender Betriebsmittel wie z. B. Transformatoren oder Freileitungen sowie das Beseitigen von Störungen.

        2.    Nach §14 EEG 2014 sind Netzbetreiber berechtigt, Einspeiser abzuregeln, wenn Netzengpässe im jeweiligen (einschließlich im vorgelagerten) Netzbereich entstehen. Gemäß §15 Abs. 1 EEG 2014 hat der Anschlussnetzbetreiber in diesem Fall den Anlagenbetreiber zu entschädigen. Der Anschlussnetzbetreiber kann sich die Kosten für die Entschädigung vom verursachenden Netzbetreiber erstatten lassen.

        Maßnahmen nach §14 Abs. 1 EEG 2014 entstehen durch Netzengpässe. Diese Netzengpässe werden durch Ausbau des Netzes behoben, um eine verstärkte EEG-Einspeisung zu ermöglichen.

        Die Unterscheidung wird bei jedem Aufruf des Netzbetreibers mit angegeben.

    • Woran erkennt man, ob ein entschädigungspflichtiger Einsatz vorlag?

      • Wir teilen Ihnen in unserer E-Mail nach einer Regelung mit, ob ein entschädigungspflichtiger Einsatz vorlag.

    • Wie oft kann meine Anlage von Regelungen betroffen sein?

      • Wie oft eine Anlage von der Regelung betroffen ist, ist leider nicht vorhersehbar. Häufige Ursachen sind Überlastungen von Betriebsmitteln im Höchst-, Hoch- und Mittelspannungsnetz inklusive der Betriebsmittel in entsprechenden Umspannwerken. Dabei wird nur so oft und so viel Einspeiseleistung reduziert, wie erforderlich ist.

    • Was ist eine Entschädigungszahlung?

      • Eine Entschädigung ist eine Geldleistung, die zum Ausgleich erlittener Nachteile oder Einschränkungen geleistet wird.

        Im Sinne des Einspeisemanagements ist die Entschädigungszahlung der Ersatz für die entgangene EEG- bzw. KWKG-Vergütung (§ 15 Abs. 1 EEG 2014).

    • Wie komme ich an meine Entschädigung?

      • Sie erhalten automatisch ein Angebot zur Entschädigung gemäß § 15 EEG 2014 von der DREWAG NETZ GmbH. Bei Bestätigung seitens des Anlagenbetreibers erstellt DREWAG NETZ eine Gutschrift über den angebotenen Entschädigungsbetrag.

        Detaillierte Informationen zur Berechnung entnehmen Sie bitte dem auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlichten Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement.

    • Wie wird meine Entschädigung ermittelt?

      • Der Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement sieht zwei sachgerechte Verfahren für die Ermittlung der Ausfallarbeit und die damit verbundene Vergütung vor. Ein "pauschales Verfahren" mit dem sich die Ausfallarbeit anhand weniger Werte einfach ermitteln lässt oder alternativ ein "Spitzabrechnungsverfahren" bei dem mit Hilfe von unterschiedlichen Messwerten und komplexen Berechnungsmethoden die Ermittlung der Ausfallarbeit erfolgt.

        Dem Anlagenbetreiber obliegt die Wahl des Berechnungsverfahrens. Der Anlagenbetreiber muss sich je Anlage und Kalenderjahr auf ein Verfahren für die Berechnung der Ausfallarbeit festlegen.

    • Ist eine Rechnungsbündelung möglich?

      • Nein. Für jeden entschädigungspflichtigen Aufruf wird ein separates Angebot erstellt.