Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung

 

Nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWKG) sollen dezentrale Erzeugungsanlagen im Interesse der Energieeinsparung und des Umweltschutzes einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Darüber hinaus soll der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen, in die Wärme aus KWK-Anlagen eingespeist wird, gefördert werden.

Kraft-Wärme-Kopplung im Sinne des Gesetzes ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage.

Sie möchten Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWKG in das Elektrizitätsverteilernetz der DREWAG NETZ GmbH einspeisen?

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Vergütungsvoraussetzungen 

Nach § 4 KWKG ist die DREWAG NETZ GmbH als Netzbetreiber verpflichtet dem Anlagenbetreiber den aus deren Anlagen angebotenen KWK-Strom aufzunehmen und zu vergüten sowie für den erzeugten KWK-Strom einen Zuschlag zu entrichten. Die Prüfung der Vergütungsvoraussetzungen erfolgt auf der Grundlage des KWKG. Der Anlagenbetreiber hat dazu entsprechende Nachweise vorzulegen, z. B. Nachweise der Anmeldung/Zulassung bei der BAFA, Nachweis der Registrierung im Marktstammdatenregister. Nähere Informationen zum Marktstammdatenregister finden Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

Informationen zum Netzanschluss

Für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen gelten die Technischen Mindestanforderungen
der DREWAG NETZ GmbH.


 

Vergütung KWK-Strom

Der in das Verteilernetz der DREWAG NETZ GmbH eingespeiste KWK-Strom wird von der DREWAG NETZ GmbH abgenommen und mit einem üblichen Preis entsprechend § 4 Abs. 3 Satz 2 und 3 KWKG vergütet. Als üblicher Preis gilt für Anlagen mit einer Leistung bis 2 MW der durchschnittliche Preis für Grundlaststrom an der Strombörse EEX im jeweils vorangegangenen Quartal.

 

Vergütung KWK-Zuschlag

Für die erzeugte KWK-Strommenge (Nettostromerzeugung) vergütet die DREWAG NETZ GmbH den KWK-Zuschlag gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 bzw. § 4 Abs. 3a KWKG. Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung des Zuschlages ist die Zulassung als KWK-Anlage gemäß § 5 i. V. m. § 6 KWKG bzw. die Zulassung für kleine KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 10 kW per Allgemeinverfügung gemäß § 6 Abs. 6 KWKG durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Vergütung vermiedener Netznutzungsentgelte

Die Vergütung der durch die Einspeisung vermiedenen Netzentgelte erfolgt nach § 18 der StromNEV (Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen - Stromnetzentgeltverordnung). Maßgeblich für die Vergütung sind die jeweils der vorgelagerten Netz- oder Umspannebene, die individuelle Vermeidungsarbeit und bei dezentralen Einspeisungen mit registrierender Lastgangmessung die individuelle Vermeidungsarbeit.

 

Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen

Wärme- und Kältenetzbetreiber haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWKG gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz) einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Übertragungsnetzbetreiber an den Wärme- bzw. Kältenetzbetreiber ausgezahlt.

 

Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern

Betreiber von Wärme- und Kältespeichern haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWKG gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz) einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Übertragungsnetzbetreiber an den Betreiber des Wärme- bzw. Kältespeichers ausgezahlt.