Technische Mindestanforderungen für Erzeugungsanlagen

 

Gemäß § 19 EnWG beinhalten folgende Richtlinien in ihrer jeweils aktuellen Fassung die technischen Mindestanforderungen für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen für das Netzgebiet der DREWAG NETZ GmbH.

Hinweis zu den Technischen Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz:

Die 4. Ausgabe der VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" sowie die zugehörige „Übergangsregelung für eine frequenzabhängige Wirkleistungssteuerung von PV-Anlagen am Niederspannungsnetz“ sind mit Datum vom 01.08.2011 durch die VDE-Anwendungsregel "VDE-AR-N 4105:2011-08 Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz, Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" ersetzt worden, deren Erwerb über den VDE Verlag möglich ist (eine Veröffentlichung auf dieser Homepage ist nicht zulässig). Alle Übergangsfristen sind abgelaufen.

Es gilt das Inbetriebsetzungsdatum der Eigenerzeugungsanlage, also der erstmalige Netzparallelbetrieb.

Einspeisemanagement

Gemäß den Regelungen in § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – EEG müssen Betreiber von Erzeugungsanlagen nach dem EEG und Betreiber von Erzeugungsanlagen nach dem KWKG folgende Anforderungen zum Einspeisemanagement erfüllen:

Erzeugungsanlagen größer 100 kW :
Anlagenbetreiber von EEG-Anlagen und Betreiber von KWK-Anlagen sind verpflichtet, Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

Fotovoltaikanlagen größer 30 bis 100 kW :
Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen 30 und 100 kW sind durch den Anlagenbetreiber mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.

Fotovoltaikanlagen bis 30 kW :
Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von höchstens 30 kW sind durch den Anlagenbetreiber

  • mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann ODER
  • am Verknüpfungspunkt ihrer Anlagen mit dem Netz auf eine max. Wirkleistungseinspeisung von 70 % der installierten Leistung zu begrenzen.

Erzeugungsanlagen, die bis einschließlich 31.12.2011 in Betrieb genommen wurden, müssen gemäß § 100 EEG nachgerüstet werden. Eine entsprechende Aufforderung zur Nachrüstung erhalten Sie zeitnah von der DREWAG NETZ GmbH. Kommt der Anlagenbetreiber den vorstehenden Verpflichtungen nicht nach, verringert sich der Vergütungsanspruch gemäß § 25 Abs. 2 EEG.

Die DREWAG NETZ GmbH hat technische Mindestanforderungen zur einheitlichen Umsetzung des Einspeisemanagements festgelegt, die als Download zur Verfügung stehen.